Igel auswildern

Igel streiten

Igel sind Einzelgänger und kriegen sich auch schon mal „in die Wolle“, wie das nebenstehende Video zeigt. Aus diesem Grund ist die Anzahl der Igel, die man in einem Grundstück auswildern kann, durch dessen Größe begrenzt.

Checkliste zum Auswildern von Igeln

  • Stelle sicher, dass der Igel gesund und stark genug ist, um in der Wildnis zu überleben. Eine Auffangstation kann dabei helfen.
  • Wähle einen geeigneten Ort für die Auswilderung, der genügend Nahrung, Wasser und Unterschlupfmöglichkeiten bietet.
  • Gewöhne den Igel langsam an die neue Umgebung, indem du ihn zunächst in einem abgesicherten Bereich draußen hältst.
  • Biete dem Igel täglich Futter an, bis er lernt, selbständig Nahrung zu finden.
  • Überwache den Igel nach der Auswilderung, um sicherzustellen, dass er sich gut zurechtfindet und keine Probleme hat.

Wie gewöhne ich den Igel an die Freiheit?


Um den Igel an die Freiheit zu gewöhnen, ist es hilfreich, den Auswilderungsort für etwa zehn Tage einzuzäunen, damit sich der Igel an die neue Umgebung gewöhnen kann. Das Gehege sollte mindestens eine Größe von 2 Quadratmetern haben.

Während dieser Zeit muss der Igel weiterhin gefüttert werden, da die natürliche Nahrung im Freigehege nicht ausreichen wird. Nach zehn Tagen bis zwei Wochen kann die Einzäunung entfernt werden, aber es ist wichtig, weiterhin Futter anzubieten.

Es wird empfohlen, den Igel ganzjährig zu füttern und ihm außerdem ein geschütztes Schlaf- und Futterhäuschen sowie Wasser zur Verfügung zu stellen. Da das Insektensterben die Nahrungsquelle der Igel stark dezimiert hat, ist es wichtig, ganzjährig Futter anzubieten.


Wo kann der Igel ausgewildert werden?


Für die Auswilderung des Igels sollte bevorzugt der Ort gewählt werden, an dem er ursprünglich gefunden wurde. (Das gilt natürlich nicht, falls der Igel am Rand einer Hauptstraße oder auf einer Verkehrsinsel aufgefunden wurde.) Igel kennen die Umgebung, in der sie gelebt haben und in diesem vertrauten Umfeld finden sie sich schneller wieder zurecht. Sollte der Fundort nicht geeignet sein, z. B. weil er in der Nähe einer stark befahrenen Straße liegt oder Bauarbeiten stattfinden, können alternativ folgende Orte in Betracht gezogen werden:

  • Verkehrsberuhigte Wohngebiete mit durchlässigen Zäunen, sowie Bestand an Büschen, Hecken und Bäumen
  • Ruhige, naturnahe Gärten und Parks
  • Bauernhöfe mit Nebengebäuden, Bäumen und Gärten


Es ist wichtig, dass der Auswilderungsort sicher ist und der Igel dort auch weiterhin gefüttert werden kann. Es gibt jedoch auch ungeeignete Orte, wie zum Beispiel:

  • Nadel- und Laubwälder (entgegen der weit verbreiteten Ansicht ist der Igel kein Waldbewohner)
  • stark befahrene Straßen
  • Gebiete, in denen Insektizide eingesetzt werden
  • Gebiete in der Nähe von Baustellen
  • Orte mit vielen Hunden (Hundewiese in der Nähe)
  • In der Nähe von Flussufern
  • Gebiete mit felsigen und/oder feuchten Böden wie Moore
  • steile Hanglagen
  • Orte mit Osterfeuern
  • In der Nähe von Fuchs- oder Dachsbauten (natürliche Feinde der Igel)

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